Was sind messianische Gemeinden

 Hildegard Schneider

Das Erwachen der messianischen Gemeinde Ein gegenwärtiges Wunder – Prophetischer Gebetsleitfaden Gottes Wirken ist wieder einmal anders als wir erwarten …

Wenn man rechnet, wie viele messianische Juden es unter den Juden in Deutschland gibt, kommt man zu einem erstaunlichen Ergebnis: Dieser Prozentsatz ist größer als der der wiedergeborenen Christen in unserem Land. Ganz anders als wir erwartet haben! Sehen Sie das Wunder, das Gott gegenwärtig in unserem Land tut?

Eigentlich war Paulus berufen, den Heiden das Heil zu bringen, trotzdem war er sich der Tatsache bewusst, dass die Juden in ihre Berufung treten, Licht unter den Völkern zu sein, wenn sie den Messias erkennen. So würde die Weltevangelisation enorm vorangetrieben werden! Nehmen Sie die Herausforderung folgender Kurskorrektur an: „Die Juden zuerst“! Lassen Sie sich von der himmlischen Vision erobern, dass wir in Europa Beter für jede jüdische Gemeinde finden! Werden Sie selbst ein Beter für die Synagoge Ihrer Stadt und gewinnen Sie weitere Beter! Gemeinsam können wir das geistliche Vakuum, das durch mangelndes Gebet für die Juden in der Diaspora entstanden ist, mit segnenden Gebeten füllen.

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Damit sind aber die Ziele Gottes noch nicht voll erreicht. Er will Israel wieder zu seinem Volk machen. Daher entstand parallel zum christlichen und jüdischem Zionismus die sogenannte messianische Bewegung.

Es geht in erster Linie um die gesamte Errettung des Volkes Israel. Ihr kriegt das wahrscheinlich alle mit. Es hat noch nie so viele messianisch jüdisch Gläubige weltweit gegeben wie jetzt. Und es werden jeden Tag mehr.

Das heißt wir bekommen immer mehr neue Geschwister dazu – neutestamentlich gesprochen –  die an JESCHUA, den Messias glauben. Damit sie gerettet werden, zur Erkenntnis der Wahrheit kommen und in Ewigkeit bei Gott sein werden. Das ist fan­tastisch.

Und der Grund ist, dass immer mehr Christen sich entschlossen haben, für das jüdische Volk in den Riss zu treten (Hesekiel 22,30) genau wie der Apostel Paulus für ihre Errettung (Römer 11,13+14

Joseph Rabinowitz  (1837 – 1899) gründete die erste bekannte messianische Syna­go­ge in Kischinev, Südwest Russland, nachdem er 1882 in Jerusalem zum Glauben an den jüdischen Messias Jesus von Nazareth gekommen war. Er schloss sich keiner Kirche an, sondern behielt als Israelit seine jüdische Identität bei und lebte entspre­chend. Diesem ersten messianischen Juden (im Gegensatz zu den „Judenchristen“ vor ihm) folgten bald eine ganze Reihe von Rabbinern (z.B. Isaac Lichtenstein, Skolkovski, Gurlan, Caspari)

Allen ist bis heute gemeinsam, dass sie als treue Angehörige des jüdischen Volkes auf neutestamentlichen Boden an Jesus von Nazareth als jüdischen Messias glauben und als Zeugnis vor ihrem Volk diesen Glauben leben wollen (s. „Mitten ins Herz“, Jakob Damkani). Sie verstehen sich quasi als „Erstlinge“ im Glauben an Jeschua ha’Maschiach wie er hebräisch heißt. Weltweit gibt es heute nach vorsichtigen Schätzungen 200.000 – 300.000 messianische Juden in einigen Hundert Gemeinden. Vor allem in Israel hat sich die Bewegung seit den 1970er Jahren stark ausgebreitet.„Charisma“ Nr. 151 S. 33 E Maier, „Fürbitte für Israel“

„Charisma“ Nr. 151  S. 9
Die ersten messianischen Juden verstanden sich als Teil des Gottesvolkes Israel . Sie nannten sich Brüder und Schwestern, Jünger, Heilige oder „Anhänger des neuen We­ges“. Erst im syrischen Antiochien wurden die an Jesus Gläubigen in der dort übli­chen griech. Sprache christianoi – eingedeutscht Christen – genannt. (Apg 11,26bIn Antiochia nannte man die Gläubigen zum ersten Mal Christen“. Mit dem was in Anti­o­­chien und Cäsarea geschah, begann dann mehr und mehr eine Unterscheidung zwischen Judenchristen (messianischen Juden) und Heidenchristen (Christen nichtjüdischer Herkunft.).

Bald setzte eine lange wechselhafte und sehr leidvolle Geschichte ein in der zuerst die Heidenchristen  im Römischen Reich nicht mehr unter dem Schutz einer „religio licita“ – einer erlaubten Religion standen und später auch die Judenchristen sowie die Juden überhaupt diesen Schutz verloren. Römische Christenverfolgungen began­nen schon 64 n Chr. Und erreichten ihren Höhepunkt in den Jahren 303 – 313. Doch für die Juden setzte sich die lange Leidensgeschichte über Jahrhunderte fort. Unter an­de­rem führte sie dazu , dass Juden wenn sie an ihren Messias Jesus glaubten und sich einer christlichen Gemeinschaft anschließen wollten meistens ihre jüdischen Sit­ten, Gebräuche und Feste ablegen mussten. Somit wurde der judenchristliche Einfluss auf die Kirche, der so segensreich hätte sein können, immer geringer. Auch zahlenmäßig wurde dies deutlich, weil die Zahl der messianischen Juden abnahm, die der Christen aus den nichtjüdischen Völkern jedoch immer mehr zunahm. Eine kirchlich geduldete bis geförderte Judenfeindschaft setzte ein.

Das führte dazu, dass trotz  aller Warnungen des Apostel Paulus im Römerbrief 9–11 die Juden geistlich „enterbt“ wurden. Die Christen sahen sich als Erben der Verheißun­gen Israels.

In unserer Zeit geschieht Gott sei Dank ein Umdenken, eine Rückbesinnung, ein erneu­tes Aufeinander Zugehen, was es – soweit man weiß, über viele Jahrhunderte nicht mehr gegeben hat – nämlich ganze Gemeinden jüdischer Menschen die Jesus von Nazareth als den Sohn Gottes anbeten. Die wiedergeborene Christen aus den Na­tionen als ihre Brüder und Schwestern lieben und dabei nicht aus ihrem Volk ausbrechen – das geschieht in unserer Generation.

  Die erste messianische Zeitung

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